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20 Jahre Kinderuni on Tour: Wiener Parks werden wieder zu Forschungsräumen

Kinderuni on Tour

Seit 20 Jahren bringt die Kinderuni on Tour Wissenschaft dorthin, wo Kinder ihre Sommerferien verbringen: in die Wiener Parks. Autor: komma4

Foto © Kinder- und Jugendbüro der Universität Wien

Wien, 23. Juli 2026 – Bis 3. September werden Grünflächen in der ganzen Stadt wieder zu offenen Forschungsräumen, in denen experimentiert, gefragt und entdeckt werden kann. Das Projekt des Kinder- und Jugendbüros der Universität Wien hat bereits mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche erreicht und sich als Bildungsangebot etabliert, das jungen Menschen jeden Sommer niederschwellig Zugang zu Wissenschaft eröffnet.

Wo sonst geklettert, Ball gespielt oder gepicknickt wird, experimentieren Kinder in den Sommerferien mit Magneten, bauen Papierflieger oder tüfteln an einem Unterwasserstaubsauger. Seit 20 Jahren gehört dank der Kinderuni on Tour dieses Bild zum Sommer in Wiener Parks. Wissenschaft findet hier nicht im Hörsaal statt, sondern mitten auf der Wiese: Kinder testen, beobachten und fragen nach, Wissenschaftsvermittler*innen hören zu, erklären und forschen gemeinsam weiter.

„Besonders schön ist, wenn Kinder zuerst sagen: ‚Ich hab‘ noch nie was von Uni gehört‘ und sich dann wünschen, dass die Uni jeden Tag zu ihnen kommt, weil sie noch eine Frage haben, die sie beforschen möchten. Genau um dieses Gefühl von ‚Ich kann das auch‘ geht es auch“,

sagt Karoline Iber, Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendbüros der Universität Wien.

20 Jahre, 15.000 Kinder, unzählige Fragen

Was 2006 mit einer kleinen Gruppe an Kindern in Simmering begann, erreicht heute jeden Sommer mehr als 1.000 junge Menschen in ganz Wien. Insgesamt haben bereits mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche an der Kinderuni on Tour in Wien teilgenommen. Für viele von ihnen ist sie die erste Gelegenheit, Wissenschaft hautnah zu erleben. Das kostenlose Angebot steht allen offen und erreicht besonders jene jungen Menschen, die sonst nur wenige Berührungspunkte mit Wissenschaft haben.

„Wenn junge Menschen experimentieren, diskutieren und Antworten suchen, entsteht genau die Neugier, von der Wissenschaft lebt. Seit 20 Jahren eröffnet die Kinderuni on Tour Zugänge zu Forschung und weckt Interesse, das weit über die Sommerferien hinauswirkt“,

sagt Sebastian Schütze, Rektor der Universität Wien.

Auch Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, betont anlässlich des Tourauftakts:

„Neugier ist für Kinder eigentlich etwas Selbstverständliches. Diese Neugier ist notwendig, um kritisches Denken zu fördern und Vertrauen in Wissenschaft und Forschung zu stärken. Die Kinderuni on Tour schafft Begegnungen, die genau das ermöglichen. Damit leistet sie seit 20 Jahren einen wertvollen Beitrag zu einer offenen Wissensgesellschaft.“

Mit der Zeit gegangen: Ein Konzept in Bewegung

Vieles hat sich seit dem Start der Kinderuni on Tour im Jahr 2006 verändert. Auch das Format ist mitgewachsen. Statt jeden Tag weiterzuziehen, bleibt das Team heute mehrere Tage an einem Standort. Das schafft Möglichkeiten für Wiedersehen: Kinder kommen mehrfach vorbei, bringen ihre Freunde mit, knüpfen an Experimente vom Vortag an und entdecken täglich neue Themen.

Der Erfolg des Formats reicht mittlerweile auch über die Grenzen der Bundeshauptstadt hinaus. Seit einigen Jahren ist das Projekt auch in Niederösterreich unterwegs, heuer erstmals zusätzlich im Burgenland. So erreichen die Forschungsstationen immer mehr Kinder und Jugendliche mit einem Angebot, das Wissenschaft spielerisch und unmittelbar erfahrbar macht.

Forschen zwischen Parkbank und Spielplatz

Nach dem Auftakt am 22. Juli macht die Kinderuni on Tour in mehreren Wiener Bezirken Station. Für jeweils drei Tage werden Parks und Gemeindebauten zu offenen Forschungsräumen für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren. Gemeinsam mit Partnern wie ARA & Austria Glas Recycling sowie Wiener Wasser wird gebaut, getestet, beobachtet und experimentiert.

Dienstags dreht sich alles um Kräfte & Technik. Aus Joghurtbechern werden Telefone, Papierflieger treten zum Flugduell an und eine Möbiusschleife bringt Kinder ins Grübeln: Hat wirklich alles eine Vorder- und eine Rückseite? Spielerisch nähern sie sich Themen wie Aerodynamik und finden heraus, welche Kräfte die Welt bewegen und welche Kräfte sie selber haben.

Mittwochs steht der Umweltschutz im Mittelpunkt. Kann eine Dose im Kreis laufen? Die Kinder verfolgen den Weg von Verpackungen nach dem Wegwerfen und entdecken, warum Recycling weit mehr ist als Mülltrennung. Das erleben sie auch ganz praktisch, zum Beispiel anhand des Forschungsprojekts „Aus Alt macht Neu!“, bei dem sie aus alten Materialien neue Alltagsgegenstände schaffen.

Donnerstags geht es um das Thema Wasser. Dabei bringen die jungen Forscher*innen Seerosen zum Blühen, bauen einen Unterwasserstaubsauger und erfahren, wie Trinkwasser seinen Weg bis in den Wasserhahn findet.

Ergänzt wird das Programm mit Aktionstagen beim Wasserspielplatz Wasserturm in Favoriten sowie in der Hauptbücherei in Wien Neubau.

Die Tourstationen im Überblick:

  • 28. bis 30. Juli: Lorenz-Bayer-Park (16. Bezirk)
  • 4. bis 6. August: Goethehof (22. Bezirk)
  • 11. bis 13. August: Olympiapark (19. Bezirk)
  • 18. bis 20. August: Parkanlage Blériotgasse (11. Bezirk)
  • 1. bis 3. September: Karl-Seitz-Hof (21. Bezirk)

Die aktuellen Termine, Stationen und Programminformationen stehen unter https://kinderuni.at/kinderuni-on-tour/wien-tour/ zur Verfügung.

Mehr von komma4.

Über das Kinder- und Jugendbüro der Universität Wien

Das Kinder- und Jugendbüro der Universität Wien entwickelt seit 2006 innovative Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche an der Schnittstelle von Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft – mit dem Ziel, Zukunftskraft zu stärken, jungen Menschen Mut zu machen und Chancen zu eröffnen.
Zu den bekanntesten Programmen zählt die KinderuniWien, die seit 2003 jährlich tausende Kinder für Forschung, kritisches Denken und wissenschaftliche Neugier begeistert: Über 100.000 junge Menschen haben seither die Möglichkeit genutzt, Universitätserfahrung zu sammeln.
Darüber hinaus setzt das Kinder- und Jugendbüro vielfältige Angebote in den Bereichen Wissenschaftsvermittlung, Klima-, Demokratie-, Medien- und Finanzbildung sowie Kinderbetreuung und Vereinbarkeit – darunter Formate wie Kinderuni on Tour, kinderuni.online, die flexible Betreuung Flying Nanny oder Workshops für Schulklassen. Als Spin-off der Universität Wien versteht sich das Kinder- und Jugendbüro als Impulsgeber für neue Lern- und Erfahrungsräume, die Vielfalt respektieren und Bildungsgerechtigkeit stärken.

Weitere Informationen finden sich unter www.kinderjugendbuero.at sowie www.kinderuni.at.

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Mag. Stephan Ifkovits M.A.

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