Laut ADAC reisen rund 45 Prozent der Urlauber mit dem Pkw ins Ausland, hinzu kommt ein wachsender Anteil von Reisenden, die vor Ort auf Mietwagen zurückgreifen – besonders beliebt in Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland. Auch das Campingboom-Jahrzehnt hält an: Wohnmobile und Wohnwagen sind bei Familien und Paaren gleichermaßen gefragt, insbesondere für Reisen innerhalb Europas.
Von der Parkuhr zur App: Europas vielfältige Parksysteme
Die klassische Parkuhr ist vielerorts längst Geschichte. Stattdessen dominieren in vielen Städten moderne, digitale Lösungen.
• Parkautomaten mit Ticket und Kartenzahlung In vielen Urlaubsländern sind Parkautomaten mit Schranke und kontaktloser Bezahlmöglichkeit (Karte, Smartphone) weit verbreitet. Der Parkschein wird gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe gelegt.
• Parkautomaten mit Kennzeicheneingabe Ein wachsender Trend, etwa in Italien oder Kroatien: Das Nummernschild wird am Automaten eingegeben, der Parkschein entfällt. Kontrolleure prüfen das Kennzeichen digital im System.
• Parkplätze mit automatischer Kennzeichenerfassung (ANPR) Diese Technologie erkennt bei Ein- und Ausfahrt das Fahrzeugkennzeichen. Die Abrechnung erfolgt kontaktlos am Kassenautomaten oder per App – zu finden häufig in norwegischen Städten oder in niederländischen Parkhäusern.
• App-basiertes Parken In immer mehr Ländern, darunter Spanien, Schweden und Deutschland, ist das Parken per App Standard. Anbieter wie EasyPark, Parkopedia oder PayByPhone sind weit verbreitet. Waren die Städte zunächst an einen Anbieter gebunden, kann heute oft aus einer Vielzahl von Apps gewählt werden.
• Parkhäuser mit In-Car-Payment Modern ausgestattete Parkhäuser – etwa in Dänemark oder in Großstädten wie Wien – ermöglichen das Bezahlen direkt über das Fahrzeug-Navi oder Borddisplay. Der Dienst funktioniert meist über eine Verknüpfung mit der Kreditkarte. Je nach Automarke kann das Navi sogar gezielt Parkhäuser oder Zonen ansteuern, die aus dem Auto heraus bezahlt werden können.
• Mautboxen als Parkticket-Ersatz Besonders in der Schweiz oder Italien kann eine Mautbox (z. B. Telepass) nicht nur Autobahngebühren erfassen, sondern auch als Zugangsschlüssel für Parkhäuser dienen. Die Abrechnung erfolgt automatisch über das Kundenkonto.
• Parken mit Vorabreservierung In touristisch stark frequentierten Städten wie Barcelona oder Venedig lohnt sich die OnlineVorbuchung eines Parkplatzes – – inklusive Vorabzahlung via Website oder App. Das spart nicht nur Zeit, sondern garantiert einen Platz

Strafen vermeiden: Erst informieren, dann parken
So unterschiedlich die Parksysteme sind, eines gilt überall: Falschparken ist teuer und oft ärgerlich. Wer etwa in Florenz versehentlich in eine für Touristen gesperrte „zona traffico limitato“ einfährt oder in Südfrankreich ohne gültiges Parkticket steht, riskiert empfindliche Bußgelder. Und: In vielen Ländern können Knöllchen auch ins Heimatland nachgesendet und dort vollstreckt werden.
Deshalb unser Rat: Informieren Sie sich vor Reiseantritt, wie Parkflächen gekennzeichnet sind und welche Zahlungsmöglichkeiten es vor Ort gibt. Egal ob klassisch mit Münzen oder per App – ein korrekt gelöstes Parkticket ist immer günstiger als ein Strafzettel.
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